Die Umweltwirkungen der Infrastruktur werden bei großen Verkehrsprojekten häufig vernachlässigt, doch gerade dort sind aus ökologischer Sicht erhebliche Verbesserungspotentiale zu finden. Diese Arbeit integriert Umweltwirkungen in das Life Cycle Management (LCM) der Eisenbahninfrastruktur und verbindet Zustandsbewertung, Ökobilanz (LCA) und Lebenszykluskostenrechnung zu einem ganzheitlichen Ansatz. Auf Basis österreichischer Randbedingungen werden die Treibhausgasemissionen des Netzes quantifiziert. Es zeigt sich, dass die Infrastruktur nahezu ebenso hohe Emissionen verursacht wie der tägliche Betrieb. Detaillierte Ökobilanzen identifizieren die Haupttreiber und zeigen die Nutzungsdauer als entscheidendes Kriterium der Nachhaltigkeit. Ein Entscheidungsmodell internalisiert Umweltkosten neben Lebenszykluskosten, ein Kritische-Werte-Ansatz behandelt Unsicherheiten. Fallstudien zu Schotterqualität, Schwellenbesohlung sowie Schotter- und Fester Fahrbahn belegen, dass auf Langlebigkeit ausgerichtete Strategien Kosten und Emissionen senken. Hervorgehoben werden konkrete Projekte – Wasserstoff für den Bahnbau, ökologische Beschaffung und innovative Bauweisen –, die zeigen, dass Potentiale über Planung, Beschaffung, Technologie und Anlagenmanagement gehoben werden können.
Integrating Environmental Impacts into Life Cycle Management of Railway Infrastructure
Ausgabe: Open Access E-Book
ISBN: 978-3-99161-108-0
Sprache: Englisch
Erschienen: August 2026
Reihe: Monographic Series TU Graz / Railway Research, Band 9
Die Umweltwirkungen der Infrastruktur werden bei großen Verkehrsprojekten häufig vernachlässigt, doch gerade dort sind aus ökologischer Sicht erhebliche Verbesserungspotentiale zu finden. Diese Arbeit integriert Umweltwirkungen in das Life Cycle Management (LCM) der Eisenbahninfrastruktur und verbindet Zustandsbewertung, Ökobilanz (LCA) und Lebenszykluskostenrechnung zu einem ganzheitlichen Ansatz. Auf Basis österreichischer Randbedingungen werden die Treibhausgasemissionen des Netzes quantifiziert. Es zeigt sich, dass die Infrastruktur nahezu ebenso hohe Emissionen verursacht wie der tägliche Betrieb. Detaillierte Ökobilanzen identifizieren die Haupttreiber und zeigen die Nutzungsdauer als entscheidendes Kriterium der Nachhaltigkeit. Ein Entscheidungsmodell internalisiert Umweltkosten neben Lebenszykluskosten, ein Kritische-Werte-Ansatz behandelt Unsicherheiten. Fallstudien zu Schotterqualität, Schwellenbesohlung sowie Schotter- und Fester Fahrbahn belegen, dass auf Langlebigkeit ausgerichtete Strategien Kosten und Emissionen senken. Hervorgehoben werden konkrete Projekte – Wasserstoff für den Bahnbau, ökologische Beschaffung und innovative Bauweisen –, die zeigen, dass Potentiale über Planung, Beschaffung, Technologie und Anlagenmanagement gehoben werden können.







