Die Entwurfsübung „Beyond Walls“ widmete sich der Frage, wie Krankenhausbauten künftig auf technologische, ökologische und gesellschaftliche Veränderungen reagieren können. Im Zentrum stand die Entwicklung flexibler räumlicher Systeme, die den medizinischen Fortschritt ebenso unterstützen wie die Bedürfnisse der Patient*innen.
Ausgehend von aktuellen Debatten – insbesondere Reinier de Graafs Ansatz zum „Hospital of the Future“ – analysierten die Studierenden bestehende Versorgungsmodelle und leiteten Strategien für langlebige, wandelbare Gebäudestrukturen ab. Dabei rückte die Problematik der architektonischen Obsoleszenz ebenso in den Fokus wie das Potenzial reduzierter, anpassungsfähiger Grundstrukturen.
Holzbausysteme bildeten einen wesentlichen Bestandteil der planerischen Auseinandersetzung. Der Baustoff Holz verspricht nicht nur ökologische Vorteile und reduzierten Ressourceneinsatz, sondern eröffnet auch Möglichkeiten für modulare, erweiterbare und rückbaubare Systeme. Gleichzeitig waren seine technischen Besonderheiten bzw. Herausforderungen – etwa Schallschutz, Brandschutz und konstruktive Fugen – integraler Bestandteil der planerischen Auseinandersetzung.
Ziel der Lehrveranstaltung war es, Konzepte zu erarbeiten, die ein Krankenhaus als zukunftsfähiges, menschliches und nachhaltiges Bauwerk neu denken. Die entstandenen Projekte formulierten unterschiedliche architektonische Antworten darauf, wie Gesundheitsbauten jenseits klassischer Funktionsschemata gestaltet werden können – offen, flexibel und auf das Wohlbefinden der Menschen ausgerichtet.
Die Publikation umfasst neben den Projektzusammenfassungen der Studierenden auch Fotos der Endpräsentation sowie Modellaufnahmen.






